ADS / KONZENTRATIONSCHWÄCHE

Der Begriff ADS/H (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom/mit Hyperaktivität) ist in aller Munde.
Aber auch andere Formen von Konzentrations- und Lernschwäche bzw. Verhaltensstörung werden bei Kindern immer häufiger diagnostiziert.
Die bisherigen Modellvorstellungen über ADS gingen von einer angeborenen, organischen Störung in Form eines "Dopamindefizits" im Gehirn aus, die sich nur durch eine medikamentöse Behandlung mit Dopamin-freisetzenden Substanzen wie beispielsweise 'Ritalin' korrigieren liess. Die neusten Erkenntnisse der Hirnforschung jedoch sind mit dieser alten Theorie immer weniger vereinbar.

 

Besonders im Zusammenhang mit ADS wird oft der Begriff "Indigo-Kinder" erwähnt.
Diesen Kindern werden besondere Begabungen zugesprochen, oft werden sie zu regelrechten Wunderkindern hochstilisiert.

 

Meiner Meinung nach sind die "neuen Kids" weder krank (Stempel ADS, ADHS), noch sind sie "Wunderkinder".
Sicherlich aber sind sie Ausdruck eines neu heranwachsenden Bewusstseins.

 

Wie äussert sich dies?

  • Sie haben oft eine erweiterte Wahrnehmungsfähigkeit und sind hochgradig sensibel bzw. sensitiv.
    Wie ein Seismograph registrieren sie alle Informationen aus ihrem Umfeld - nicht nur Worte, sondern auch die Gefühle, die Gedanken und das unbewusste Erleben ihrer Mitmenschen. Aufgrund der Fülle von Eindrücken sind sie überfordert, sie sind ablenkbar und haben Mühe, sich zu konzentrieren. Auf die ständige Reizüberflutung durch TV, Games, Handy, Leistungsdruck etc. reagieren sie mit hektischem Verhalten, innerer Unruhe, sprunghaftem Aufmerksamkeitswechsel und Impulsivität.
  • Die "neuen Kids" sind ein Spiegel UNSERES Verhaltens.
    Ihr Verhalten spiegelt UNS, spiegelt das Verhalten unserer Gesellschaft:
    WIR sind nicht willens zu lernen.
    WIR sind ruhelos - vor lauter Stress, Leistungs- und Termindruck
    UNS mangelt es an Aufmerksamkeit (vor allem unserer Innenwelt gegenüber)
  • Sie zeichnen sich aus durch eine grosse Authentizität, Direktheit und Geradlinigkeit in ihrem Ausdruck und in ihren Aussagen. Auf unbewusste Weise sind sie noch in Kontakt mit ihrem inneren, wahren Wesen und möchten es zum Ausdruck bringen. Deshalb verweigern sie Autoritäten, Disziplinforderungen und sonstige äussere Zwänge aller Art.
    Sie sind oft unbequem, denn sie lassen sich nicht mit Althergebrachtem abspeisen.
    Sie wollen wachrütteln, Altes in Frage stellen, neue Massstäbe setzen.
    Sie verfügen über eine ausgeprägte Kreativität, Intuition und Imaginationsfähigkeit.
    Wir bräuchten also Schulen, die diese Fähigkeiten vermehrt fördern.
  • Zuviel Eindruck + zuwenig Ausdruck = Überdruck
    Die vielen Eindrücke aus ihrer immer hektischer, schneller und lauter werdenden Umwelt stehen in keinem Verhältnis zu den Möglichkeiten der Kids, sich kreativ auszudrücken. So entsteht ein Überdruck, der sich in Hyperaktivität, Ruhelosigkeit und mangelnder Impulskontrolle ausdrückt.